| 1266 |
Historische
Gründung des Klosters Fürstenfeld durch Herzog
Ludwig II., der sich damit von der Schuld an der
Hinrichtung seiner Gemahlin freisprechen wollte. |
| 1500
- 1640 |
Allgemeine
Unruhen in Bayern durch die heranwachsende Zahl
der Lutheraner ; Es kommt zum wirtschaftlichen
Niedergang des Klosters |
| 1632/
1633 |
Plünderung
des Klosters Fürstenfeld durch die Truppen von König
Gustav Adolf von Schweden im Dreißigjährigen
Krieg; Flucht des Konvents nach München.
7 Religiosen fallen König Gustav Adolf von
Schweden in die Hände; Wegen
Lösegeldbezahlung völlige Verarmung der Mönche. |
| 1640
- 1690 |
Neubau
mehrerer Kirchen unter Abt Martin Dallmayr;
Wirtschaftlicher Aufschwung; Verdopplung der
Anzahl der Mönche. |
| 1691 |
Grundsteinlegung
der barocken Klosteranlage, mit deren Planung der
Münchner Hofbaumeister Giovanni Antonio Viscardi
beauftragt war. |
| 1700 |
Baubeginn
der barocken Klosterkirche; |
| 1803 |
Das
Kloster Fürstenfeld geht aufgrund der allgemeinen
Säkularisation in Privatbesitz über; Neuer
Besitzer wird der böhmische Tuchfabrikant Ignaz
Leitenberger. |
| 1816 |
Die
Klosterkirche geht in den Besitz des Königs Max
I. Joseph über und dient ab diesem Zeitpunkt als
Landhofkirche des königlichen Hauses. |
| 1817 |
Rückkauf
des gesamten Klosters vom bayrischen Feldmarshall
Fürst Wrede; ein Jahr später Eröffnung einer
Militärinvalidenanstalt in den früheren
Konventgebäuden; |
| 1828 |
Einrichtung
eines Gebetsaals für Protestanten im ehemaligen
Kapitelsaal. |
| 1848
- 1921 |
Nutzung
der Klostergebäuden zu militärischen Zwecken
z.B.: verschiedene Infanterie- und
Kavallerieabteilungen oder als Kriegsspital |
| 1866 |
Teilweise
Zerstörung der Klostergebäude durch ein Feuer im
Trakt südlich der Klosterkirche, der zu dieser
Zeit als Krankenhaus genutzt wurde |
| ca.
1918 |
Der
Ökonomietrakt geht in den Besitz des
Wittelsbacher Ausgleichsfonds |
| 1921 |
Nutzung
der Klostergebäuden als Landesschülerheim |
| 1924
- 1975 |
Einrichtungen
verschiedener Polizeiinstitutionen, wie
Polizeihaupt-, Schutzpolizei-, Landpolizeischule |
| 1975 |
Fachbereich
Polizei der Bayrischen Beamtenfachhochschule |
| 1979 |
Die
Stadt Fürstenfeldbruck erwirbt den Ökonomietrakt
des Klosters |
| 1987
- 2001 |
Ausbau
der erworbenen Klostergebäude zu einem neuen
Kulturzentrum für die Bürger des Landkreises |
| Die
Deckenfresken |
Die
gesamten Deckenfresken des Klosters und der
Klosterkirche gehen auf Cosmas Damian Asam und
Pietro Francesco Appiani zurück. Während die Gemälde
hauptsächlich von Asam stammen, so war Appiani
mehr für die auffällige Stuckierung zuständig.
Die Deckenbilder in der Kirche zeigen die Gründung
Fürstenfeldbrucks und des Zisterzienserordens,
sowie Darstellungen der Schutzpatronin des Ordens,
Maria. |
| Der
Hochaltar |
Vieles
spricht dafür, dass der Entwurf noch von Egid
Quirin Asam stammt, da der Altar mehrere, für
Asam typische Merkmale enthält. Durch das
Einbeziehen der Fenster in die Altarkomposition,
wird die barocke Schauwand lichtbestrahlt. Die
Figuren werden Franz Xaver Schmädl zugeschrieben,
das Altarblatt ist von Nepomuk Schöpf.
Dargestellt ist Maria, die von Engeln zum Himmel
getragen wird. |
| Die
zehn Seitenaltäre |
In
den Langhauskapellen befinden sich zehn
Seitenaltare, die sich paarweise entsprechen. Die
Künstler, die hier am Werk waren waren neben den
bereits erwähnten Künstlern E.Q.Asam, J.N.Schöpf,
F.X.Schmädl, auch der Münchner Hofmaler Johann
Georg Wolff (um 1704) und Ignaz Baldauf. |
| Die
Fürsten- und Kurfürstenzimmer des Klosters |
Zu
den wichtigsten Künstlern, die an der Dekoration
dieser Räume von etwa 1695 - 1699 mitgewirkt
haben gehörten der Maler Hans Georg Asam und der
Stukkator Giovanni Niccolò Perti, sowie weitere
italienische Stukkatoren, wahrscheinlich
Pietro Francesco Appiani und Francesco Marazzi. |
| Die
Kirchenorgel |
Dieses
im Jahre 1734 von dem berühmten Orgelbauer Johann
Fux vollendete Meisterwerk ist heute noch in
wesentlichen Teilen unverändert erhalten und gilt
wegen seiner Größe und hervorragenden
klanglichen Qualität als eines der bedeutendsten
Denkmäler des barocken Orgelbaus in Bayern. |